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Donnerstag, 20. März 2014

Jeden Tag ein neuer Umweg

Neuerdings wird bei uns umgebaut. Die Parkplätze werden endlich befestigt. Kein Stolper-Schotter oder Plitsch-Platsch-Matsch mehr! Dumm nur, dass vorm Büro kaum genug Parkplätze für alle da sind.
Nach dem ersten Tag Parkplatzsuche (ich hatte Glück, aber das muss ja nicht jeden Tag so sein) habe ich beschlossen, aufs Rad umzusteigen.

Schon letzte Woche hing ich im Büro und dachte "Das ist sooo geiles Wetter - schade, dass ich nicht mit dem Rad da bin." Letztes Jahr bin ich ja schon öfter aufs Rad gestiegen, und nach den Winterwochen hat mir das jetzt echt gefehlt. 

Allerdings ist ja jetzt die Wertach beidseits gesperrt am Wertachdamm, weil Wertach Vital in die nächste Runde geht (Wertach Vital II, 3. Realisierungsabschnitt). Immerhin hatte ich schon mal was davon gehört und in der Zeitung eine Karte gesehen, also war ich nicht ganz so überrascht, vor einem Zaun zu stehen. 
So weit, so gut. Anstatt geradeaus zu fahren, geht es jetzt also links rum, scharfe Rechtskurve, rauf auf die Brücke, über den Fluss, über den Kanal, runter von der Brücke, scharfe Rechtskurve, unter der Brücke durch und auf der anderen Seite (vom Kanal) weiter. 

Das ging so lange gut, bis ich kurz vor der "hier muss ich wieder zurück auf die richtige Flusseite"-Brücke auf die nächste Sperrung traf. Nerv!

Also links in die Botanik, ein Stück zurück bis zum Restaurant, rechts rum zum Kanal und dann wieder rechts zurück bis zur Brücke, um endlich weiterradeln zu können.

Hat sich aber gelohnt; so viel Grün und fließendes Wasser hat man im Auto ja nicht:


Gestern war dann nicht ganz so schön, aber ich habe mich trotz der Handvoll Regentropfen (bin ja nicht aus Zucker) und der Beschwerden meines Hinterns überwunden:
Ist alles noch etwas kahl, aber Bewegung an der frischen Luft ist ja gesund. Und vielleicht noch etwas anstrengend, aber viel entspannter als sich jeden Morgen um die Parkplätze zu zoffen. Jetzt muss ich nur noch "den perfekten Alternativ-Weg" finden und fahre deswegen jeden Tag eine etwas andere Strecke...

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Anlaufschwierigkeiten

Es wurde ja mal wieder Zeit für meine monatliche Migräne. Gestern dachte ich noch, es wären Kopfschmerzen, aber ganz so war es nicht. Als nach massivem Schmerzmittelgebrauch immer noch keine Besserung eingetreten war (wenn 600er Ibus nur 3 Stunden wirken, stimmt irgendwas nicht), habe ich mich für das Bett entschieden. 

Leider war es heute Morgen immer noch nicht besser, also dachte ich zum ersten Mal seit langem wieder an Migräne. Und irgendwo hatte ich doch tatsächlich noch ein Triptan rumliegen, das ich dann gleich mal ausprobiert habe. 

Also: Kopfschmerzen sind eine Sache. Migräne nochmal eine andere. Echt übel und so. Aber die Nebenwirkungen von Sumatriptan waren heute fast noch schlimmer als die Migräne. 
Zuerst wurde mir schlecht. Mitten beim Frühstück. Ich habe keinen Bissen mehr runtergebracht, aus Angst, dass das nächste Toppas-Getreidebündel gleich wieder den Rückwärtsgang einlegt. An Trinken war auch nicht zu denken, und dann wurde mir auch noch leicht schwindelig.

Ich glaube, im Beipackzettel stand was davon, dass man keine Maschinen bedienen soll - und mir war sowas von Drehschwindelig-übel, dass ich erst einmal in der Firma angerufen habe um zu sagen, dass ich später komme. 

Dann auf die Couch, zusammen mit dem kalten Espresso mit Zitrone. Altes Hausmittel gegen Migräne. Riecht und schmeckt scheußlich, kann er gerade am Anfang gut helfen. Nach und nach habe ich das Zeug in kleinen Schlucken runtergebracht (und es blieb sogar drinnen!) und nach etwa einer Dreiviertelstunde ging es mir wieder so weit gut, dass ich an Laufen, Zähneputzen und Büro denken konnte.

Das "In-Watte-gepackt"-Gefühl ist dann so langsam dem "ich will nicht berührt werden"-Gefühl gewichen. Jede sanfte Berührung wurde auf einmal unangenehm, lauwarmes Wasser fühlte sich heißer an als es war und sogar Naseputzen tat etwas weh. Nervenüberreizung vom Triptan oder so. Und der Kloß im Hals war wieder da. Bei letzterem muss ich aufpassen, ob das schlimmer wird, denn deswegen kann ich zB Sumatriptan von Hexal nicht mehr nehmen, die haben mir mit der Zeit immer mehr den Hals "zugeschnürt" - bevor ich mal wirklich keine Luft mehr kriege, habe ich das Präparat auf meine Unverträglichkeitsliste gesetzt.

Im Büro war mir nur noch leicht übel, nicht mehr schwindelig und nach der ersten großen Tasse Fencheltee schon wieder etwas besser (vor allem im Magen). Ob die Übelkeit vom Triptan kam oder doch von der Migräne ist schwer zu sagen. Als es ganz schlimm war, musste ich eine zeitlang 15 min vor dem Triptan eine MCP nehmen, damit der Magen überhaupt fähig war, das Triptan aufzunehmen.

Jedenfalls geht es mir vom Kopf her wieder gut, der Körper fühlt sich noch etwas schwammig an, aber der Magen meldet schon wieder Hunger, also werde ich mich mal an ein paar Kohlenhydrate wagen, bevor mir vom Unterzucker wieder schlecht wird. Immerhin ist dank Triptan nur der halbe Tag vermiest - aber nächstes Mal probier ich es vielleicht doch lieber wieder mit nur der halben Dosierung.

Donnerstag, 2. September 2010

Pillenorganisation


Zu einem guten (organisierten) Morgen gehört es auch, die richtigen Tabletten zu nehmen. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, eines dieser schicken Tablettendöschen zu verwenden. Eigentlich haben die mich mit ihren bunten Farben beim Einkaufen in der Apotheke angelacht, so pink, grün, blau und gelb versammelt in einer Box. Aber frau findet ja immer einen Grund, um sich etwas zu kaufen :-D

Letztendlich war es eine sehr gute Entscheidung, auch wenn ich für meine anfangs zwei Tabletten am Morgen keine gebraucht hätte. Doch "alle paar Tage" nehme ich eine Tablette gegen Sodbrennen, und morgens im schlaftrunkenen Zustand ist es echt schwer sich daran zu erinnern: "Hab ich die jetzt gestern oder vorgestern genommen?" So werden die einfach am entsprechenden Tag miteinsortiert (immer Sonntags) und das Denken nach dem Weckerausschalten beschränkt sich darauf, die richtige Klappe zu öffnen.

Kann ich also nur empfehlen; es vereinfacht das Leben enorm und in den schicken poppigen Farben hat man auch nicht das Gefühl, schon zu den alten Leuten zu gehören ;-)