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Samstag, 31. Mai 2014

Mit dem Rad zur Arbeit (3)

In 10 Schritten startklar zum Radeln

Was braucht man nun alles, um mit dem Rad in die Arbeit zu kommen? Hier ist meine Checkliste:

1) Fahrrad
Ganz klar, ohne Drahtesel ist das Vorhaben von vornherein zum Scheitern verurteilt. Wer noch kein Rad
besitzt, kann sich ja vielleicht eines von Verwandten, Bekannten oder Nachbarn ausleihen - erstmal gucken, ob's einem überhaupt taugt, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, anstatt gleich viel Geld auszugeben.
Wenn dann aber Geldausgeben auf dem Plan steht, sollte ggf. auch ein Pedelec in Erwägung gezogen werden. Gerade bei Strecken von > 10 km oder mehreren Steigungen kann man schon mal den einen oder anderen Gedanken daran verschwenden, um schneller und weniger verschwitzt am Arbeitsplatz anzukommen.
Ich selbst habe mich für ein relativ schweres, unmotorisiertes Citybike entschieden. Mein Ziel war ja "Gewichtsabnahme", und da darf man sich ruhig ein wenig für anstrengen.
Gut, Bike ist also vorhanden. Dann bitte einmal durchchecken, bevor es losgeht. Also Reifen, Luftdruck, Schrauben festgezogen, Kette geölt... sowas alles. Wer sich nicht auskennt oder keine Zeit hat, kann sein Rad auch zur Wartung in die Werkstatt bringen. Dort kann man sich auch erklären lassen, wie man Sattel und Lenker korrekt einstellt. Nichts nervt mehr, als ein schlecht eingestelltes Fahrrad!

2) Helm
Ab und zu mal ohne Helm zu fahren, ist ja ok - es besteht ja keine gesetzliche Helmpflicht. Wer jedoch vorhat, öfter mit dem Rad zu fahren, sollte sich einen Helm zulegen. Ja, es sieht nicht besonders toll aus, und im Hochsommer wird es trotz Belüftung auch recht warm darunter. Aber ich fühle mich sicherer, wenn ich weiß, dass im Falle eines Falles mein Kopf nicht gänzlich ungeschützt auf einem Auto oder hartem Asphalt aufprallt. Beim Autofahren ist doch Anschnallen mittlerweile auch selbstverständlich! Also einfach machen und nicht weiter drüber nachdenken. Bitte.

3) Brille
Es gibt so Sportbrillen, bei denen man die Gläser austauschen kann. Super praktisch! Man hat also 3 Brillen in einer dabei. Meistens fahre ich allerdings mit den orangen Gläsern. Diese filtern blaues Licht besser aus, so dass man mehr Kontraste wahrnimmt. An trüben Tagen sieht die Welt damit auch ein bisschen freundlicher aus - sind also auf jeden Fall gut für die Stimmung. Und im Wald ist es oft zu schattig für die dunklen Gläser, da sind diese dann genau richtig.
An sehr sonnigen Tagen und auf freier Strecke dürfen dann auch mal die dunklen Sonnengläser rein. Gerade im Straßenverkehr möchte ich nicht zum falschen Zeitpunkt geblendet werden oder eine rote Ampel überfahren, nur weil ich gerade nichts sehe.
Und für die Dämmerungsfahrten, wenn es bereits dunkel wird, kommen die klaren Gläser ins Spiel. Warum aber sollte ich, wenn ich doch gar keine Brille trage, dann eine mit durchsichtigen Gläsern zum Radfahren aufsetzen?
Nun, die Antwort ist einfach und der hauptsächliche Grund, warum man meiner Meinung nach eine Brille auf dem Rad tragen sollte: Mücken. Minifliegen. Insekten. Diese kleinen, fliegenden Schwarmtiere, die sich immer überm Radweg versammeln und genau im Auge landen. Vor allem abends auf der Heimfahrt ist eine Brille unerlässlich - nach dem milden Winter wimmelt es nur so von Fliegen und Mücken. Ohne Brille müsste ich alle paar Meter anhalten und ein Insekt aus meinem Auge puhlen. (Ich hab aber auch das Talent dazu, diese Viecher mit dem Auge zu fangen...)
Also: Brille einpacken. Für den Anfang tut's ja auch die übliche Sonnenbrille.

4) Handy
Sei es, weil da die Apps drauf sind, mit denen man seine Streckenkilometer aufzeichnet, oder weil man mit dem Handy seine Zeit stoppt oder einfach nur für den Fall der Fälle: Ich fahre immer mit Handy und achte darauf, dass der Akku geladen ist. Meine Strecke führt ja nicht nur an der Hauptstraße entlang, sondern auch durch den Wald, und wenn da was passiert, weiß keiner, wann da wieder jemand vorbeikommt. Oder man verletzt sich am Bein, da wäre der Weg bis zur nächsten Telefonzelle eher Folterstrecke als Herausforderung.
Außerdem nutze ich mein Handy auch, um auf halber Strecke meine Position durchzugeben bzw. aufzunehmen. Letztes Jahr habe ich angerufen, dieses Jahr sind es Fotos. Trotzdem rufe ich immer noch an, wenn ich heile in der Arbeit angekommen bin und bevor ich losfahre. Radfahren soll zwar sicherer sein als Autofahren, aber wenn doch was passiert, ist man als Radfahrer meistens schlechter dran als beteiligte Autofahrer. Wenn ich mich also nicht mehr melden können sollte, weiß wenigstens eine Person Bescheid, wann sie sich Sorgen machen sollte. (Bei euch Männern ist das vielleicht anders, aber als Frau allein im Wald macht man sich halt so Gedanken.)

5) Klamotten
Theoretisch braucht es keine besonderen Klamotten, um mit dem Fahrrad zu fahren. Wer es nicht weit hat und / oder wenig schwitzt, wird sich auch nicht umziehen müssen. Alle anderen werden früher oder später auf Sportklamotten zurückgreifen - und wenn es nur atmungsaktive Unterwäsche ist. Gibt schließlich kaum ein unangenehmeres Gefühl als eine nasse, durchgeschwitzte Baumwollunterhose...
Also: Arbeitsklamotten in den Rucksack oder die Fahrradtasche packen, vielleicht auch vorher auf Arbeit deponieren, und ordentliche Radelsachen anziehen. Macht das Ganze auch zu einem viel entspannteren Erlebnis!
Und, wenn ihr schon neue Klamotten kauft: Bevorzugt bitte leuchtende Farben. Manche Leute schnallen sich auch eine Warnweste über, aber mich stört das eher und ich habe lieber gleich gut sichtbare Kleidung am Leib. Den Unterschied könnt ihr selbst feststellen, wenn ein Autofahrer überrascht auf die Bremse tritt, weil er euch erst nicht gesehen hat.
Für Schlechtwettertage wäre es außerdem gut, wenn ihr eine Regenjacke euer eigen nennt. Entweder ihr habt eh schon eine wasserabweisende Funktionsjacke oder ihr besorgt euch so ein klein zusammenfaltbares Schätzchen, das nicht viel Platz weg nimmt. Wir wollen zwar nur bei schönem Wetter radeln, aber man weiß ja nie.

6) Werkzeug und so
Wer nicht wie ich über einen hilfsbereiten Ehemann verfügt, der bei Bedarf auch mit Hänger kommt und mich mitsamt meinem gestrandeten Drahtesel aufsammelt, der sollte sich Gedanken über ein paar Werkzeuge und Ersatzteile machen. Eine Luftpumpe gehört ja teilweise schon zur Grundausstattung - bringt aber nicht viel, wenn der Reifen ein Loch hat. Für solche Fälle könnt ihr euch so ein Flickenset einpacken oder aber gleich einen Ersatzschlauch. Letzteres erspart euch die Suche nach der undichten Stelle, die ihr dann in Ruhe zuhause suchen könnt (oder auch nicht).
Zusätzlich ist ein kleines Werkzeugset ganz hilfreich - mir ist es z.B. schon oft passiert, dass sich durch die ganzen Schlaglöcher, Straßenbahnschienen und Bordsteinkanten die Sattelschraube gelockert hat und der Sattel abgeknickt ist. Billiges Werkzeug tut es zwar auch, wird aber vermutlich nur ein oder zwei Anwendungen überleben - was für den Notfall durchaus ausreichend ist. Meins befindet sich in einer Tasche am Rad, die darf auch dranbleiben. Ist ja nix Wertvolles drin. Meinen Sattel darf aber lieber mein Mann mit dem "richtigen", dem "Männer-Werkzeug" einstellen ;-)

7) Proviant
Wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte alle Viertel- bis Halbe Stunde etwas Wasser zu sich nehmen. Das muss nicht viel sein, aber es sollte regelmäßig geschehen, weil der Körper nicht so viel Wasser "am Stück" aufnehmen kann. Und gerade im Sommer solltet ihr immer eine Wasserflasche dabei haben!
Auf kurzen Strecken braucht man sonst nichts weiter; ich jedoch habe immer etwas Traubenzucker dabei. Gerade abends auf dem Heimweg, wenn das Mittagessen schon ein paar Stunden her ist, kann das Radeln sehr, sehr anstrengend werden. Oder ich falle in den Unterzucker, werde zittrig und unaufmerksam. Obstsaft-Schorle oder auch ein Apfel sind auch gut als Proviant geeignet; Traubenzucker wirkt aber schneller. (Hilft aber auch nicht gerade beim Abnehmen)

8) Strecke raussuchen

Wer noch nie zur Arbeit geradelt ist, tut gut daran, seine Strecke vorher festzulegen. Autobahnen und Bundesstraßen sind eher weniger für Radler geeignet, weswegen man sich ggf. einen anderen Weg suchen muss. Das geht ja online mittlerweile recht schnell - und Google Maps z.B. bietet mittlerweile auch Fahrradrouten an.

9) Probefahrt
So genau die Karten mittlerweile auch sein mögen, geht doch nichts über eine Probefahrt, am besten an einem Wochenende zuvor und ganz in Ruhe. Zum einen könnt ihr so eure Zeit messen und besser abschätzen, wann ihr losfahren müsst, um pünktlich anzukommen. Zum anderen könnt ihr eure ausgesuchte Strecke verifizieren. Ist der Weg da, wo ihr gedacht habt? Wie gut oder schlecht ist der Untergrund? Sind Baustellen im Weg / müsst ihr eine Umleitung fahren?
Ich z.B. musste dieses Jahr mehrere neue Strecken austesten, weil meine übliche Strecke bis Anfang nächsten Jahres aufgrund einer Baustelle gesperrt ist. So richtig. (Wertach vital: Renaturierung der Wertach mit Sperrung der Wege zu beiden Seiten des Flusses)
Und, noch ein Punkt: Ihr könnt mit einer Probefahrt herausfinden, wie es euch damit geht. Muskelkater ist keine Ausrede, es nicht zu tun! Höchstens ein Zeichen für dringend benötigtes Training ;-)

10) Arztbesuch
Trotzdem kann es ja passieren, vor allem wenn ihr untrainiert seid oder gleich von 0 auf 100 durchstarten wollt, dass doch "etwas" ist. Das kann ja alles Mögliche sein, muss aber nicht. Doch auch wenn es euch gut geht, ist ein Arztbesuch vorher auf jeden Fall zu empfehlen, um euch einmal durchchecken zu lassen, ob ihr euch auch nicht übernehmt oder so.
Ich z.B. war letztes Jahr wegen Knieschmerzen beim Doc. Da sagt der mir doch tatsächlich, das wäre "Verschleiß"! Mit 30. Aber sicher. Jedenfalls habe ich mir so ergonomische Pedale besorgt (jaaa, sowas gibt's!) und seitdem ist es besser geworden und ich fahre nicht mehr so oft in den höheren Gängen sondern schalte früher zurück, um die Belastung vom Knie zu nehmen.
Ist halt das Alter ;-) Und gerade "im Alter" sollte man den Arztbesuch nicht ausfallen lassen, egal wie motiviert ihr seid.

So, ich hoffe ihr konntet das eine oder andere für euch mitnehmen und vielleicht habe ich auch den einen oder anderen dazu motiviert, an der "Mit dem Rad zur Arbeit 2014" Aktion teilzunehmen. Wenn ja, lasst mich doch bitte wissen, wie es euch damit ergangen ist!

Und jetzt: Viel Spaß beim Radeln und kommt gut an!

Freitag, 30. Mai 2014

Mit dem Rad zur Arbeit (2)

10 Tipps zur Überwindung seines inneren Schweinehunds

Da können wir noch so viele, so gute Vorsätze haben - wenn der innere Schweinehund nicht aufs Rad will, bleibt dieses in den meisten Fällen daheim. Ich zum Beispiel habe mich letztes Jahr oft vom Wetterbericht vom Radeln abhalten lassen. Als bekennende Schönwetter-Radlerin wollte ich nicht nass werden. Und was war? Nix. Bisschen Regen untertags, aber morgens und abends war dann so schönes Wetter, da hätte man durchaus radeln können.

Aber dieses pfiffige Hündchen kämpft mit allen Mitteln und Ausreden, also ist es nicht immer ganz so leicht, ihn zu überwinden, wie es uns die Werbung weismachen will:


Mit ein paar Tricks können wir es uns aber einfacher machen, so dass es gar nicht mehr so viel Überwindung braucht, um die Kluft zwischen "ich will" und "ich tue" zu winden. Hier also meine 10 Tipps, um sich aufs Rad zu setzen - und nicht nur einmal zur Arbeit zu radeln:

1) Die Pro und Contra Liste
Habt ihr eure Liste schon gemacht, wie ich gestern? Für mich ist es ganz wichtig, dass man seine Gründe dafür und dagegen aufschreibt. Zum einen sieht man so auf einen Blick, ob man mehr zur Pro- oder zur Contra-Seite neigt. Zum anderen hat man dann gleich 2 Hilfsmittel zur Hand.
Die Pro-Liste ist zur Motivation und zur Erinnerung, warum man etwas will. In diesem Fall: Zur Arbeit radeln. Hier sollten die Punkte stehen, die wir wirklich wollen - gerne auch in fett und rot und doppelt unterstrichen. Ein Punkt darf mehr wiegen als andere - auch auf der Contra-Seite. Auf diese Liste können wir immer schauen, wenn es uns schlecht geht oder uns die Argumente gegen unseren inneren Schweinehund ausgehen.
Die Contra-Seite ist unsere Herausforderungsliste. Jeder Punkt darauf ist ein Hindernis, das wir überwinden wollen - oder umgehen. "Schlechtes Wetter" ist zum Beispiel kein Punkt, der jeden Tag gleich schwer wiegt. Ich muss nicht im Regen radeln - aber an sonnigen Tagen zählt dieser Punkt nicht mehr.

2) Ziele setzen
Falls ihr eure Ziele dank der Pro und Contra Liste nicht schon klar vor Augen habt, nutzt diese dazu, um euch über eure Ziele klar zu werden und diese ebenfalls schriftlich zu fixieren.
Mein "Nummer 1 Ziel" ist zum Beispiel die Gewichtsabnahme. Bekannterweise muss man dafür strenge Diät halten und / oder Sport treiben. Da ich gerne esse, bleibt nur Option 2. Leider hatte mein innerer Schweinehund abends nach der Arbeit die besseren Karten, weswegen ich mich dafür entschieden habe, das Angenehme mit dem Nützlichen zu kombinieren - denn wenn ich nur auf dem Rad nach Hause fahren kann, ist kein Platz mehr für Ausflüchte. Und morgens?

3) Vorbereitung
Morgens muss es schnell gehen, denn auch ich schlafe lieber ein paar Minuten länger. Und so eine Mini-Radtour braucht schon etwas Vorbereitung. Wenn alles geplant ist und bereit liegt, fallen bestimmt ein Dutzend Gründe gegen das Radfahren weg bzw. liegen schon im Rucksack. Meine Vorbereitungen beschreibe ich in Teil 3 dieser Blogreihe im Detail.

4) Wetterbericht checken
Könnte man auch unter Punkt 3 sehen, ist für mich aber ein eigener Punkt, weil er dabei hilft, sämtliche
Schlecht-Wetter-Ausreden von der Contra-Liste zu beseitigen. Mittlerweile sind die Vorhersagen so genau, dass man sich echt darauf verlassen kann. Und es gibt so viele Anbieter, dass jeder für sich "seinen" Wetterbericht finden kann.
Ich z.B. verwende oft die Google-Suche. Das Suchergebnis zeigt direkt den Temperatur-, Niederschlags- und Windverlauf an - pro Tag und Uhrzeit. Das machen andere Anbieter auch, aber ich mag diese Diagramm-Darstellung einfach.

5) Der Abend zuvor
Nachdem der Wetterbericht positiv genug ausgefallen ist, kommt der Abend "vor dem großen Tag". Der ist vielleicht erst in drei Tagen, weil es Montag und Dienstag noch regnet - aber sobald der Wetterbericht gut genug ist, wird der Tag zum Radeltag erklärt und der Abend vorher genutzt, um das Rad klar zu machen, die Wasserflasche zu füllen und den Rucksack (oder die Fahrradtasche) zu packen. Dank der Vorbereitungen aus Punkt 3 sollte das ja relativ schnell gehen. Und am nächsten Morgen steigt man dann ohne groß nachzudenken auf den Drahtesel (und nicht ins Auto).

6) Positive Erfahrungen sammeln
Ich hoffe, ihr genießt eure Fahrt in die Arbeit. Vor allem wenn ihr euch dafür sowieso schon einen Schönwettertag ausgesucht habt. Lasst es anfangs ruhig etwas langsamer angehen und achtet etwas mehr auf eure Umwelt. Das kann man beim Radfahren nämlich ungestörter tun als beim Autofahren. Dafür sollte man aber im Straßenverkehr aufmerksamer fahren - im Zweifel lieber den 2-Tonnen-Blechkasten vorlassen als sich anfahren zu lassen.
Daneben könnt ihr aber den Wind in den Haaren, die Sonne auf der Haut und den Schotter unter euren Reifen spüren - und euch darüber freuen, heute einmal nicht im Stau zu stehen und keinen Parkplatz suchen zu müssen.
Egal, woran genau ihr den meisten Spaß habt - genießt es und erinnert euch daran, wenn ihr wieder mal vor der Frage steht "Auto? Oder Fahrrad?".

7) Neue Strecken ausprobieren
Neugierig auf Neues? Probiert doch mal eine andere Strecke aus. Immer die gleiche Strecke zu radeln kann auf Dauer langweilig sein. Oder eure Strecke führt überwiegend an einer viel befahrenen Straße entlang. Dann sucht euch doch einfach eine Parallel-Strecke durch verkehrsberuhigte Zonen oder Parks. Im Grünen radelt es sich viel entspannter (und mir macht es auch mehr Spaß). Außerdem sind neue / abwechselnde Strecken ein tolles Gehirntraining.
Wenn ihr nicht wisst, ob ihr mit der neuen Strecke pünktlich zur Arbeit kommt, nehmt euch etwas Zeit nach Feierabend. Da könnt ihr in aller Seelenruhe eine neue Strecke ausprobieren. Und bekanntlich findet man eh leichter nach Hause.

8) Fotos machen
Eine weitere Möglichkeit, sich zu motivieren, sind Fotos. Entweder von Pflanzen oder Tieren aus dem Park oder interessanten Flecken aus der Großstadt. Ich habe z.B. immer meine Digitalkamera dabei. Wenn man schon mit der Absicht, Fotos zu machen losfährt, fallen einem vielleicht noch ein paar Details mehr auf, auf die man sonst nicht geachtet hätte.
Oder ihr macht daraus eine Challenge (so wie ich mit meinen 100 Fotos). Sei es, dass ihr jeden Tag von der gleichen Stelle ein Foto macht oder jeden Tag versucht, etwas Neues zu entdecken.

9) Unterstützung finden
Wenn ihr schon Fotos macht, könntet ihr diese gleich für's Blog verwenden (sofern ihr eins führt). Über's Internet lassen sich genauso Unterstützer finden wie unter den Kollegen. Fragt doch einfach mal - vielleicht fährt der eine oder andere ja auch mit dem Fahrrad in die Arbeit? Womöglich könnt ihr sogar einen Teil der Strecke gemeinsam radeln - was sehr viel mehr Spaß macht, als alles allein zu bewältigen.
Bei Strecken über 10 Kilometer kann es auch passieren, dass halb bewundernde, halb neidische Kommentare von den Nicht-Radelnden Kollegen kommen.

10) Mitmach-Aktionen / Tracking
So Aktionen wir von der AOK und dem ADFC "Mit dem Rad zur Arbeit 2014" sind super, um sich endlich mal in Bewegung zu setzen. Manchmal reicht die eigene Motivation einfach nicht aus, und da kommt so eine offizielle Veranstaltung gerade recht. Auf der Webseite trägt man dann einfach seine gefahrenen Kilometer ein. Diese könnt ihr entweder online ermitteln oder mit so einem kleinen Fahrradcomputer.
Manche Leute lassen sich ja auch von diesen Computern und ihren Auswertungen motivieren - da gibt es so viele Möglichkeiten, Geräte, Apps etc. Für den Anfang tut es aber auch schon das eigene Handy. Ich z.B. nutze die Stoppuhr-Funktion, um meine Zeit zu messen und bin jedes Mal total happy, wenn ich wieder etwas schneller geworden bin.
Wer sich noch nicht sicher ist, kann mit einfachen Apps oder bei der Radelaktion das Tracking mal ausprobieren. Auf Dauer ist das manuelle Eintragen natürlich etwas lästig, aber auch dafür gibt es mittlerweile Apps, die einem das abnehmen, indem sie die persönliche Fahrtstrecke per GPS verfolgen.
Nutzt die Möglichkeiten der Technik! Oder stempelt eure Radeltage im Kalender ab. Klebt euch Sternchen ein. Egal was, aber führt Buch über eure Anstrengungen, denn ihr könnt auf jeden einzelnen Tag stolz sein. Und je mehr Tage es werden, an denen ihr mit dem Rad zur Arbeit kommt, umso kleiner wird euer innerer Schweinehund. Und wer weiß, vielleicht fehlt euch dann sogar das Radfahren, wenn ihr mal wieder mit dem Auto fahrt.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Mit dem Rad zur Arbeit (1)

Es ist wieder diese Zeit des Jahres, in der AOK und ADFC zum Mitmachen, genauer "zum Mitradeln" aufrufen: Mit dem Rad zur Arbeit 2014. In den Sommermonaten vom 01. Juni 2014 bis 31. August 2014 kann sich jeder registrieren und seine zur Arbeit geradelten Kilometer online in einen Kalender eintragen. Man kann alleine radeln oder ein Team bilden - und als Zuckerle gibt es auch noch etwas zu gewinnen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man innerhalb des genannten Zeitraums an mindestens 20 Tagen zur Arbeit radelt.

20 Tage? Das klingt in den Ohren des eingefleischten Autofahrers vielleicht viel, ist aber eigentlich nur ca. ein Monat (4 Wochen zu je 5 Arbeitstagen). Und dafür hat man 3 Monate Zeit. Also müsste man nur an 7 Tagen im Monat zur Arbeit radeln. Und das im Sommer, wo die Wahrscheinlichkeit für trockenes, warmes Wetter am höchsten ist.

Immer noch nicht überzeugt? Dann brauchen wir wohl eine Pro & Contra Liste. Was spricht denn eigentlich dagegen, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren? (Dieser Punkt fällt mir jetzt echt schwer, da ich ja schon seit ein paar Wochen fleißig am Radeln bin...)


Contra

  1. Der Weg ist mir zu weit.
  2. Die Strecke ist zu gefährlich.
  3. Die Strecke ist zu anstrengend.
  4. Ich komme ganz verschwitzt im Büro an.
  5. Ich muss nach der Arbeit noch einkaufen.
  6. Das Wetter ist zu kalt.
  7. Das Wetter ist zu heiß.
  8. Das Wetter ist zu regnerisch.
  9. Ich habe keine passende Kleidung.
  10. Ich habe keine Zeit.

So viele "gute Gründe" gegen das Radfahren, aber eigentlich gibt es doch nur einen, den einzigen, wirklich trifftigen Grund, warum man nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit radeln kann: Weil man keins hat.


Pro

  1. Ich tue etwas für meine Gesundheit.
  2. Ich verbrenne mehr Kalorien.
  3. Ich brauche keine Extra-Zeit mehr für Sport.
  4. Ich bin an der frischen Luft.
  5. Ich spare Geld.
  6. Ich lerne neue Strecken kennen.
  7. Ich tue etwas für die Umwelt.
  8. Ich kann Stress abbauen.
  9. Ich stehe nicht im Stau.
  10. Ich muss keinen Parkplatz suchen.

Und mir würden noch mehr einfallen, aber alle Argumente für das Radfahren würden nichts bewirken, wenn ich nicht von mir aus sagen würde: Ich will mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Alles andere ordnet sich dann diesem Wollen unter. Die Contra-Liste schrumpft von allein, weil manche Gründe einfach nicht mehr zählen, weil man vielleicht besser vorbereitet ist. Andere werden zu Herausforderungen, die man meistern muss. Und wieder andere waren bloß ein Punkt auf dem Papier, der sich bei genauerem Hinsehen als leere Hülse erwies.

Die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" ist vielleicht ein Ansporn für diejenigen, die bereits mal mit dem Gedanken gespielt haben, aber nie die Muße hatten, es wirklich umzusetzen. Und jetzt - kann man sogar noch was gewinnen!

Doch nicht überzeugt? Dann macht doch einfach eure eigene Pro und Contra Liste!
Und morgen folgt Teil 2 - wie man seinen Schweinehund überwindet.

Montag, 26. Mai 2014

Foto #31

Heute früh war zu schönes Wetter als dass ich nicht mit dem Rad gefahren wäre - zumal für morgen ein Werkstatt-Termin mit Auto ansteht. Und Regen ist auch angesagt, also musste ich doch ausnutzen, dass heute früh noch die Sonne schien.

Es war allerdings schon recht drückend, aber ich wollte mich nicht von den angesagten Gewittern für heute Abend abschrecken lassen. Zufällig musste ich dann auch noch früher heim, also bin ich auch noch trocken nach Hause gekommen.

Läuse
 Heute habe ich ein paar Läuse mitgebracht. Sozusagen die ekelige Nahansicht von meiner üblichen Fotostelle.

Foto #31
Sieht doch toll aus, oder? Kein Grund, um aufs Auto umzusteigen!

Freitag, 23. Mai 2014

Foto #30

Yeah, so macht man das! Alle 5 Tage von Montag bis Freitag zur Arbeit geradelt - und schon haben wir Tag 30! Zur Feier des Tages gibt's ein frisches Röschen vom Busch:

Rose
 Das Wetter war nicht so prall heute früh, aber ich habe mich trotzdem in kurzer Hose rausgetraut. Für alle Fälle hatte ich aber die Regenjacke dabei - war doch etwas kühler als gestern. Gebraucht habe ich sie aber nicht - abends war es wieder schön sonnig.

Foto #30
Abgesehen vom fehlenden Sonnenschein scheint sich trotzdem noch einiges geändert zu haben an der Aussicht - allerdings bin ich immer noch nicht drauf gekommen. In der Nacht hat es geregnet und es war recht windig - es könnte den Busch etwas zur Seite gedrückt haben.


Donnerstag, 22. Mai 2014

Foto #29

Kaum wird es ein bisschen wärmer und sonniger, schon holt mich meine Migräne ein. Jedenfalls fühlte sich das Aufwachen so an, als ob mir jemand einen Baseball-Schläger über die Birne gezogen hätte. Und es wurde auch nicht besser - folglich habe ich gleich mal eine Migräne-Tablette eingeworfen. Leider wirken die nicht so schnell, deswegen lag ich noch eine gute Stunde auf der Couch, um jede Erschütterung zu vermeiden.
Baumpilze

 Wenn ich also zuvor von "spät dran" geschrieben habe - der heutige Tag toppt alles! Ich war erst um halb zehn im Büro, deswegen gibt es heute nur ein schnelles Beweisfoto und diese schicken Baumpilze von vor ein paar Tagen.

Foto #29
Als ich losfuhr, war die Migräne zwar noch nicht weg, aber immerhin schon mal erträglich. Und frische Luft schadet ja nicht. War auch ganz gut, dass ich losgefahren bin, denn es wurde schon richtig warm und näherte sich Temperaturen, bei denen man auch ohne körperliche Anstrengung ins Schwitzen kam. Morgen ist es hoffentlich besser - soll ja angeblich noch gewittern heut Nacht.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Foto #28

"Wie lange fährst Du jetzt eigentlich zur Arbeit?" fragte mein Chef. "Eine Stunde?"
"Nicht ganz", antwortete ich. "So 50 Minuten, mal mehr, mal weniger."
"Also 'ne Stunde. Aber dann bist Du ja 2 Stunden am Tag unterwegs", stellte er verblüfft fest.
"Ja", nickte ich. "Na und?"
Er guckte etwas irritiert, also fügte ich hinzu: "Wenn ich ins Fitness-Studio gehen würde, wäre ich da auch mindestens eine Stunde. Und ich müsste mit dem Auto fahren, was pro Strecke eine knappe halbe Stunde dauert. Da bin ich auch wieder bei zwei Stunden."
Das erschien ihm dann doch auch einleuchtend.

Foto #28

Und: Dann fehlt mir noch eine Stunde Sport.
Und: Ich muss das Benzin für die Strecke zahlen.
Und: Ich müsste mich erstmal dazu überwinden, ins Fitness-Studio zu gehen.
Mit dem Fahrrad fällt das leichter. Morgens direkt aufs Rad (weil man sich das ja vorgenommen hat) und Abends hilft ja nix - das Auto steht zuhause, also muss man mit dem Rad auch wieder heimfahren ;-)

Bank
Außerdem steht da ja diese Bank an meinem Halbzeit-Foto-Spot. Für den Fall, dass mir die Stunde doch zu lang wird. Die übrigens keine Stunde mehr ist: Heute neue Bestzeit von 00:46:38 gefahren!

Dienstag, 20. Mai 2014

Foto #27

Der Sommer ist ausgebrochen! Zwar zeigte das Thermometer gerade mal 1° mehr als gestern an, doch es hat sich sehr viel wärmer angefühlt als die angezeigten 11 °C. Und deswegen durfte heute die kurze Hose mitfahren:

Nackte Beine
 Sieht etwas seltsam aus mit der Jacke, aber die werde ich morgen auch noch weglassen. Sogar heute war sie fast schon zu warm.

Achja, und heute bin ich sogar 5 Minuten früher weggekommen. Als gestern. Damit habe ich schon fast meine Ziel-Abfahrtszeit erreicht (kurz nach halb; Viertel vor ist "letzter Drücker"). Komischerweise lag ich aber heute länger im Bett und habe sogar noch eine Maschine Wäsche vorbereitet. Je mehr Stress ich habe, umso pünktlicher bin ich manchmal... werde ich nie verstehen.

Foto #27
Und, ist's schon jemandem aufgefallen? Man sieht die Felsen wieder. An der Kulperhütte haben sie die Tore zum Fabrikkanal wieder geöffnet und die anderen weiter geschlossen. Der Kanal steht jetzt wieder voll unter Wasser und die Wertach... nicht.

Montag, 19. Mai 2014

Foto #26

Endlich! Sonne! Fast kein Wind! Oberhammermegageiles Radel-Wetter! Heute war so ein super Tag und so ein tolles Wetter (schon fast 10 °C als ich losfuhr), dass ich gute Laune für zwei hatte. Also praktisch die verspätete gute Laune von Freitag am Montag gleich mit dazu.

Ja, es gibt tatsächlich Menschen, die am Montag Morgen gute Laune haben! Ehrlich! Und bei dem Wetter hättet ihr das auch gehabt! Hundertprozentig! Leider war ich etwas spät dran (wird in letzter Zeit zur Gewohnheit), deswegen nur ein schnelles Foto von der Eisenbahnbrücke:
Eisenbahnbrücke

Sieht doch cool aus, oder? Also ich finde den Anblick echt toll, aber ich bin ja auch im Ruhrgebiet groß geworden, da heißt sowas dann "Industriekultur" und macht aus hässlich todschick. Abends sieht die Brücke noch etwas besser aus, denn dann strahlt die Sonne sie von der anderen Seite aus an.

Foto #26

Mein obligatorisches Beweisfoto. Es war so sonnig, dass die Kamera von ganz alleine ein paar Lichtreflexe aufs Bild gezaubert hat. Wer braucht da noch Photoshop?

Und die beste Nachricht zum Schluss: Sonne, gute Laune, ausgeruhte Wochenend-Beine und fast kein Wind machen unterm Strich endlich wieder eine Zeit von unter 50 min! (48 min und ein paar zerquetschte) Das war fast 13 min schneller als am Freitag - da hat meine Stoppuhr 1:01+ angezeigt! So geht die Woche doch schon mal gut los!

Sonntag, 18. Mai 2014

Foto #25

Yeah, das erste Viertel wäre geschafft! Aber es war hart. Freitag früh zumindest. Das Wetter war toll - optisch. Dezent bewölkt, stellenweise richtig schön sonnig - aber arschkalter Gegenwind.

Und mit meinem unverbesserlichen Optimismus habe ich gedacht, dass es ja endlich wärmer wird, also nur eine Jacke angezogen und den Schal weggelassen. Da für Abends Regen angesagt war, habe ich aber einen dünnen Schal eingepackt, falls es kälter werden sollte. Das war mein Glück.

Was nach einem Mega-Morgen zum Radeln aussah, entpuppte sich eher als guter Tag zum Sterben. Der Wind war von Anfang an gegen mich. Nach einem Viertel der Strecke hatte ich Schulter-Nacken-Krämpfe, weil mir der kalte Wind die ganze Zeit in den Kragen fuhr - und ich hatte ja leichtsinnigerweise keinen Schal an. (An jedem anderen Tag hätte ich den Schal bei so einem sonnigen Wetter nass geschwitzt...)

Also hielt ich an und wickelte mir doch noch den Schal über den Kopf, die Ohren und um den Hals. Eigentlich hatte ich ihn ja nur für meine Ohren dabei, aber bei dem Wind war ich froh, dass er lang genug war um auch den Kragen abzudichten. Und weil ich eh gerade abgestiegen war, habe ich die Gelegenheit genutzt, um diese hübsche blühende Pflanze abzulichten:

Weiß jemand, wie die heißt?

Frisch "mumifiziert" habe ich mich also weitergekämpft. Der Radweg wurde zu meinem Kriegspfad, zu meiner ganz persönlichen Schlacht gegen Schotter, Schlaglöcher, Pfützen, knöcheltiefen Matsch und immerwährendem Gegenwind. Mehr als einmal dachte ich, dass ich aufgeben müsse, dass ich heute nicht die Kraft hätte, um in die Arbeit zu kommen und überhaupt ging es mir so schlecht auf dem Rad, dass nur der Gedanke an unser aktuelles Projekt mich weitertrieb, weil ich heute noch meine Tasks abschließen wollte.

An meiner Fotostelle war ich schon wieder etwas besser gelaunt - dank Schal war meine Schulter wieder einigermaßen warm, wenn auch immer noch schmerzhaft verkrampft. Vom Wind! Wer sich schon mal einen Zug geholt hat, der kann das sicher nachfühlen. Schulter-Nacken-Bereich ist nur etwas ekeliger, weil die Schmerzen dort ganz gerne in Kopfschmerzen übergehen (und ja, gegen Mittag hatte ich dann auch Migräne uns musste zur Tablette greifen).

Foto #25

Das war also mein glorreicher Radeltag Nr. 25. Kurz zusammengefasst: Es war scheiße. Und zwar so sehr, dass ich nicht wie geplant eine nette Anekdote oder die aktuelle Statistik schreiben konnte. Für diesen Tag gibt es einfach keine lustigen oder motivierenden Worte, und ich wollte auch keine finden.

Nein, Radfahren zur Arbeit ist nicht immer toll, nicht immer motivierend, nicht immer "oh, so tolles Wetter, die tolle Luft" und bla. Klar, auch mit dem Auto kann man einen Scheißtag haben. Aber auf dem Rad muss man sich viel direkter damit auseinandersetzen. Und auch wenn es so mies war, bin ich doch stolz darauf, mir den Weg erkämpft zu haben - und mit dieser Woche auch die ersten 25% meines Radel-Vorhabens abzuschließen.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Foto #24

Herzlich willkommen zu kuscheligen 6 Grad Plus, herzhaft grauem Wetter und anschmiegsamem Gegenwind! Wind ist immer etwas unangenehm - man muss den Lenker fester halten (ja, mich hat's schon mal fast vom Rad geholt), man muss sich mehr anstrengen und man ist langsamer.

Das merke ich vor allem daran, dass ich später im Büro ankomme, aber auch unterwegs. Wenn man die gleichen Leute wie sonst an einer anderen Stelle (oder gar nicht) trifft, die Kirchenglocken verpasst oder schlicht auf die Uhr an der Tram-Haltestelle guckt. Und bei zuviel Wind habe ich dann auch keine Lust mehr, mit der Tram zu wetteifern, wer zuerst an der Endhaltestelle ist...

Fluss-Panorama
Wenigstens hat es nicht geregnet - und trocken reicht ja schon, um sich motiviert aufs Radl zu schwingen! Hat sich auch gelohnt; später wurde es teils sogar sonnig!

Foto #24
Morgen muss ich aus betrieblichen Gründen mit dem Auto fahren, sonst bin ich nicht pünktlich. Aber für Freitag steht das nächste Foto auf dem Plan - diese Woche soll das Viertel voll werden!

Dienstag, 13. Mai 2014

Foto #23

Laut Wetterbericht sollte heute ja schlechter werden als gestern. Eisheilige eben. Irgendwie kam es mir aber wärmer und sonniger vor. Natürlich hat es tagsüber auch wieder geregnet, aber wie gestern auch bin ich trocken zur Arbeit hin und auch wieder zurück gekommen. Aber heute Abend habe ich dann doch mal das Rad abgespritzt - Schlammkur in Ehren, doch nicht für den Drahtesel.

Heute habe ich euch zusätzlich zum Beweisfoto einen Felsen am Wegrand mitgebracht. Seit Tagen schon fahre ich daran vorbei und habe endlich mal daran gedacht (und angehalten) um das Foto zu machen:

Fels im Blumenmeer
Der sieht doch total schick aus, oder? Aber außer von ein paar Hunden wird er nicht sonderlich groß beachtet.

Foto #23
Sieht immer noch nicht anders aus. Wird wohl höchstens noch grüner ;-)

Montag, 12. Mai 2014

Foto #22

Die Eisheiligen sind da, Schlechtwetter ist da - und ich bin trotzdem mit dem Rad gefahren!
"Bei dem Wetter bin ich froh, dass ich mit dem Auto unterwegs bin", sagte ein Kollege.
"Ach was, heute früh war doch trocken!" habe ich nur gemeint.

Busch vor Baum

Allerdings hat es den ganzen Tag geschüttet, die Bäume haben sich unter den Windböen gebogen und ich war heilfroh, im warmen Büro zu sitzen. Und richtig happy war ich, als es kurz nach sechs aufgehört hat zu regnen - so bin ich auch trocken wieder heimgekommen :-)

Foto #22

Donnerstag, 8. Mai 2014

Foto #21

Heute war es ziemlich feucht - aber nicht von Oben, nein, der Boden war noch weich und glänzend, das Gras triefend nass - als wäre die Natur gerade aus der Dusche gestiegen. Genau richtig für Schnecken:

Weinbergschnecke
Musste richtig aufpassen, keine platt zu fahren.

Foto #21
Immer noch eine tolle Aussicht. Wettertechnisch für morgen leider nicht:

Quelle: Google
Am Mittwoch war ich noch fest entschlossen, auch Freitag mit dem Rad zu fahren. Jetzt warte ich lieber mal ab, wie das Wetter morgen wird. Ich will es nicht gleich ausschließen, aber morgendlicher Regen ist... doof. Ich glaube, ich brauche so ein Helm-Kondom.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Foto #20

Was für ein Glück, dass ich mich heute für das Auto entschieden habe! Auf der Hinfahrt hat's in Strömen geregnet und auf der Rückfahrt sogar gehagelt. Die Fotos sind also von gestern.

Hier ist mir eine Ente über den Weg gelaufen. Also eigentlich stand sie da einfach nur rum, weswegen ich die Gelegenheit für ein Foto genutzt habe:

Ente am Morgen

Gestern war ja ein super schöner, super sonniger Tag, da wurden die Bilder alle etwas sehr grell. Aber ich finde es auch ganz nett, wie dann so eine Art "Lichtrahmen" am Rand entsteht:

Foto #20
Morgen soll's ja wieder schöner werden, da muss das Auto zuhause bleiben.

Montag, 5. Mai 2014

Foto #19

Guten Morgen, neue Woche! Endlich wieder arbeiten und Radeln! Nach einer Woche Urlaub ist es ein sehr befriedigendes Gefühl, das Bike aus der Garage zerren zu können. Praktischerweise hatte es im Urlaub das schlechte Wetter, und heute war purer Sonnenschein angesagt.

Fahrrad am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Es hat auch ein wenig geregnet, wie man am Foto sieht. Die bisher sichtbaren Felsen wurden heute komplett überspült und waren höchstens noch zu erahnen.

Foto #19
Und morgen soll es noch wärmer werden...!

Samstag, 26. April 2014

Foto #18

GSDF! GottSeiDankFreitag! Uuuund so toll warm - ich hätte echt in kurzer Hose radeln können. Die Jacke war fast schon zu warm, und dabei hat das Thermometer noch nicht mal 10 °C angezeigt (aber fast!).

Radfahrer absteigen
Das heutige Zusatzfoto stammt von der heimtückischsten und gefährlichsten Stelle auf meinem Weg. Hm, das ist vielleicht übertrieben; die Stelle mit dem neuen Split ist auch ziemlich übel...

Aaaber... das hier sind böse Schienen, die den Weg im spitzen Winkel kreuzen - und schon mehr als einen Radler zu Boden gerissen haben. Einer ist mir mal regelrecht vor die Füße gefallen.

Das Schild "Radfahrer absteigen" steht ja auch nicht umsonst da. Und nein, ich steige da auch eher selten ab. Ich fahre lieber Slalom ;-)

Und das übliche Radelfoto. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich den Blättern beim Wachsen zuschauen...

Foto #18


Donnerstag, 24. April 2014

Foto #17

Nachdem es gestern auf der Rückfahrt schon richtig warm war, wollte ich heute erst in der kurzen Hose losradeln. Nachdem ich die Zeitung geholt hatte, habe ich es mir aber schnell nochmal anders überlegt und doch lieber eine lange Hose angezogen.

Zwar wurden für heute wärmere Temperaturen als gestern vorhergesagt, aber es war dann doch ziemlich frisch. Außerdem war ich 5 Minuten früher dran, da ist es natürlich auch kälter ;-)

Heute gibt es wieder ein Bild aus dem Wald. Auf meiner neuen Strecke habe ich die Wahl zwischen holprigem Kiesweg am Fluss entlang oder einem holprigen Waldweg mit Wurzeln. Heute habe ich den Wurzel-Weg genommen, weil der Waldboden überwiegend weicher ist als der Kiesweg, was meinen Handgelenken besser bekommt.

Wurzeln auf dem Weg

Die andere Hälfte fahre ich dann aber trotzdem wieder auf dem Kiesweg, der dann ausgefahrener ist und außerdem schnurgerade, so dass ich da schneller bin als auf den Umwegen durch den Wald. Letztere sind aber schöner! (Vielleicht werde ich die im Sommer öfter fahren)

Foto #17

 Auf Foto #17 sieht man, dass ich unbedingt mal wieder die Linse sauber machen sollte. Anscheinend hat's Kind wieder in einem unbeobachteten Moment mit der Kamera gespielt...

Mittwoch, 23. April 2014

Foto #16

Heute war ich mal nicht so spät dran - erstaunlicherweise war alles da, wo es sein sollte, ich hatte den Rucksack schon am Abend vorher gepackt und das Kind war auch einigermaßen kooperativ.

Deswegen gibt’s heute ein Mitbringsel aus dem Wald:

Nesseln
Da gibt’s so eine Stelle, da wachsen Nesseln. Und Nesseln. Und Nesseln. Brennnesseln, Taubnesseln... und die blühen grad alle. In weiß, in gelb, in lila... Auf dem Bild habe ich eine Horde von den lilafarbenen eingefangen.

Foto #16

Und hier das obligatorische Beweisfoto. Immerhin schon Nr. 16. Geht langsamer als gedacht, 100 Fotos zu machen (...und an 100 Tagen zur Arbeit zu radeln).

Dienstag, 22. April 2014

Foto #15

Vier Tage Ostern und schon ist alles Chaos. Heute früh musste ich meinen Schlüssel suchen, der irgendwie weg war. Unter Zeitdruck immer ganz klasse, vor allem wenn am Wochenende die Wohnung noch sauber war. Ich hatte ja keine Zeit mehr, alles wieder einzuräumen!

Und wo war der Schlüssel? In der Hosentasche. Hatte ich mitgewaschen...

Foto #15

Gestern hatte es angefangen zu regnen, aber heute Morgen war alles soweit trocken. Die Luft war etwas dampfig, aber ganz, ganz toll. Aber da ich etwas spät dran war (dummdidumm), hatte ich keine Gelegenheit, ein anderes Motiv zu suchen. Dafür habe ich mal ein bisschen ins Bild gezoomt:

Felsen im Wasser