Kommen wir mal zu einem meiner "Lieblingsthemen": Papierkram. Im Speziellen zu den Rechnungen. Die würde ich ja am Liebsten gleich vernichten, aber man sollte sie eine Weile aufheben. Als Privatperson sollte man Rechnungen 2 Jahre aufheben (siehe auch § 14b UStG), beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem die Rechnung ausgestellt worden ist. Der Einfachheit halber gehe ich von 3 Jahren aus.
Früher habe ich die Rechnungen alle gesammelt und fein säuberlich abgeheftet. Irgendwann aber waren es so viele, die sich immer höher stapelten, weil ich es zu lästig fand, sie zu lochen, den Ordner aus dem Schrank zu holen, die richtige Stelle zu suchen und das Papier dann abzuheften. Vor allem weil immer dann, wenn man gerade fertig war, wieder neue Rechnungen in der Post lagen. Und über die Zeit sammelten sich nicht nur Rechnungen, sondern auch Versicherungsunterlagen und anderes in den Stapeln. Eine Freude, die durchzugehen...! Und wehe, ich musste etwas suchen!
Dann habe ich über die Lose-Blatt-Ablage gelesen. Und weil der Schreibwarenhändler meines Vertrauens gerade so Ablagefächer (oder Dokumentenablagen) im Angebot hatte, haben wir zugeschlagen. Jedes Fach wurde beschriftet und fortan waren die Stapel in überschaubare Einheiten gegliedert. Leider wuchs das Rechnungsfach alsbald über sich hinaus, und ich musste mir etwas anderes überlegen.
Abheften? Als ich meinen Rechnungsordner aus dem Schrank holte, fand ich 10 Jahre alte Rechnungen darin. Die wurden erst einmal aussortiert und dem Aktenvernichter übergeben. Allerdings hatte ich keine Lust, jede einzelne Rechnung da wieder einzuheften. Und dann fiel mir ein, dass Rechnungen ja nur 3 Jahre aufbewahrt werden müssen. Super!
Also habe ich mir 3 Kartons gesucht, in die etwa DIN A4 Papier reinpasst, und den Stapel nach Jahren sortiert. Letztes Jahr, vorletztes Jahr und "Kurz vorm Wegschmeißen". Das aktuelle Jahr wird weiterhin in dem offenen Ablagefach gesammelt. Die vorigen 3 Jahre sind schön in Kartons wegsortiert.
Und wenn das Jahr um ist, wird einfach der Inhalt vom ältesten Karton entsorgt und der freigewordene Platz mit dem vergangenen Jahr belegt.
Was mir an dieser Art am meisten gefällt ist, dass ich damit auch Kassenbons ablegen kann, ohne dass sie ständig durch die Gegend schwirren. Und natürlich, dass das Lochen und Abheften komplett entfällt. Nur Suchen muss man sie immer noch. Aber das müsste ich auch im Ordner, denn das genaue Datum eines Kaufs weiß ich nur noch in den seltensten Fällen.
Posts mit dem Label wegwerfen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label wegwerfen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 19. Februar 2014
Mittwoch, 7. November 2012
Papierkörbe
"Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb."
(Kurt Tucholsky)
Und vor allem sollte man ihn benutzen. Bei jedem Umzug habe ich mir gedacht, dass sich unglaubliche Mengen Papier in einem Haushalt ansammeln - und deswegen kämpfe ich tagtäglich gegen jeden noch so kleinen Schnipsel an.
Das Wichtigste ist, die Umschläge zu entfernen. Gerne lässt man ja den Umschlag mit dem Schreiben zusammen liegen - aber der muss gleich sofort weg, falls es nicht einer von den offiziellen gelben ist - aber auf denen ist auch laut und deutlich vermerkt, dass man sie nicht wegwerfen darf. (Ja, ich hatte auch schon die Ehre - dank meiner Versicherung...)
Dann hilft es natürlich auch, einen "Bitte keine Werbung"-Aufkleber am Briefkasten anzubringen - wir haben aber keinen. Also keinen Aufkleber. Mein Mann hat sonst total schlechte Laune, wenn Sonntag früh noch keine Prospekte da sind. Die sollten eigentlich Freitags, spätestens Samstags da sein, aber wir sind ja nicht so anspruchsvoll. Aber wehe, sie sind Sonntag nicht zum Frühstück da! (Da wir keine Zeitungsleser sind, müssen eben die Prospekte herhalten.)
Wenn der Austräger also nicht geschlampt hat, ist das auch gar kein Ding - nach dem Frühstück sind alle durchgeblättert und gleich ins Altpapier aussortiert. Ansonsten liegt so ein lästiger Stapel störend auf dem Esstisch, weil keiner Zeit dafür hat - und wegwerfen ohne reingucken geht ja mal gar nicht.
Kataloge sind auch so eine Quelle von potenziellem Müll. Ich liebe es ja, in den schönen, bunten Katalogen zu blättern - aber manchmal nehmen sie echt überhand. Da kommt der Halbjahres-Katalog, dann ein Saison-Katalog und eine Spezial-Auswahl zu besonderen Anlässen wie Weihnachten. Da hilft nur eins: Abbestellen. Oder eine rigorose Wegwerfpolitik. Diese abgespeckten Sonderkataloge müssen nach dem ersten Durchblättern das Haus wieder verlassen, nur die All-inclusive-Brocken dürfen bleiben und werden halbjährlich ersetzt. Außer der Ikea-Katalog, der darf ein ganzes Jahr bleiben.
Was mir mehr Schwierigkeiten macht, sind die Zeitschriften. Z.B. diese leckeren Rezepte - ganz schwer. Mir hilft da das Etappenwegwerfen. Erst wird die Zeitung gefleddert, und etwas später werden die ausgesuchten Rezepte noch einmal sortiert, bevor sie endgültig in den Rezepte-Sammelordner wandern. Denn auch wenn mir das schönste Foto das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, heißt das nicht, dass ich dieses Rezept jemals kochen werden. Ergo ist es nur Ballast: weg damit!
Und was den restlichen Müll angeht: Jedes Zimmer sollte einen haben. Einen Papierkorb. Am besten mit Tüte. Und gleich drei in der Küche, für die Mülltrennung. Dann noch einen Korb für das Altglas. Einen in der Waschküche - für die Fusseln aus dem Trockner oder gelochte Socken. Einen im Wohnzimmer, für das Eispapier. Und einen im Bad - für alles, was nicht ins Klo gehört. Einer im Schlafzimmer, für die Rotzfahnen, die sich bei einer Erkältung exponentiell vermehren.
Jeder Papierkorb sorgt dafür, dass auch der Müll einen Platz bekommt - und verhindert so, dass er stattdessen da rumliegt, wo wir ihn nicht haben wollen. Jetzt müssten nur noch die Staubmäuse von selbst den Weg hinein finden...
(Kurt Tucholsky)
Und vor allem sollte man ihn benutzen. Bei jedem Umzug habe ich mir gedacht, dass sich unglaubliche Mengen Papier in einem Haushalt ansammeln - und deswegen kämpfe ich tagtäglich gegen jeden noch so kleinen Schnipsel an.
Das Wichtigste ist, die Umschläge zu entfernen. Gerne lässt man ja den Umschlag mit dem Schreiben zusammen liegen - aber der muss gleich sofort weg, falls es nicht einer von den offiziellen gelben ist - aber auf denen ist auch laut und deutlich vermerkt, dass man sie nicht wegwerfen darf. (Ja, ich hatte auch schon die Ehre - dank meiner Versicherung...)
Dann hilft es natürlich auch, einen "Bitte keine Werbung"-Aufkleber am Briefkasten anzubringen - wir haben aber keinen. Also keinen Aufkleber. Mein Mann hat sonst total schlechte Laune, wenn Sonntag früh noch keine Prospekte da sind. Die sollten eigentlich Freitags, spätestens Samstags da sein, aber wir sind ja nicht so anspruchsvoll. Aber wehe, sie sind Sonntag nicht zum Frühstück da! (Da wir keine Zeitungsleser sind, müssen eben die Prospekte herhalten.)
Wenn der Austräger also nicht geschlampt hat, ist das auch gar kein Ding - nach dem Frühstück sind alle durchgeblättert und gleich ins Altpapier aussortiert. Ansonsten liegt so ein lästiger Stapel störend auf dem Esstisch, weil keiner Zeit dafür hat - und wegwerfen ohne reingucken geht ja mal gar nicht.
Kataloge sind auch so eine Quelle von potenziellem Müll. Ich liebe es ja, in den schönen, bunten Katalogen zu blättern - aber manchmal nehmen sie echt überhand. Da kommt der Halbjahres-Katalog, dann ein Saison-Katalog und eine Spezial-Auswahl zu besonderen Anlässen wie Weihnachten. Da hilft nur eins: Abbestellen. Oder eine rigorose Wegwerfpolitik. Diese abgespeckten Sonderkataloge müssen nach dem ersten Durchblättern das Haus wieder verlassen, nur die All-inclusive-Brocken dürfen bleiben und werden halbjährlich ersetzt. Außer der Ikea-Katalog, der darf ein ganzes Jahr bleiben.
Was mir mehr Schwierigkeiten macht, sind die Zeitschriften. Z.B. diese leckeren Rezepte - ganz schwer. Mir hilft da das Etappenwegwerfen. Erst wird die Zeitung gefleddert, und etwas später werden die ausgesuchten Rezepte noch einmal sortiert, bevor sie endgültig in den Rezepte-Sammelordner wandern. Denn auch wenn mir das schönste Foto das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, heißt das nicht, dass ich dieses Rezept jemals kochen werden. Ergo ist es nur Ballast: weg damit!
Und was den restlichen Müll angeht: Jedes Zimmer sollte einen haben. Einen Papierkorb. Am besten mit Tüte. Und gleich drei in der Küche, für die Mülltrennung. Dann noch einen Korb für das Altglas. Einen in der Waschküche - für die Fusseln aus dem Trockner oder gelochte Socken. Einen im Wohnzimmer, für das Eispapier. Und einen im Bad - für alles, was nicht ins Klo gehört. Einer im Schlafzimmer, für die Rotzfahnen, die sich bei einer Erkältung exponentiell vermehren.
Jeder Papierkorb sorgt dafür, dass auch der Müll einen Platz bekommt - und verhindert so, dass er stattdessen da rumliegt, wo wir ihn nicht haben wollen. Jetzt müssten nur noch die Staubmäuse von selbst den Weg hinein finden...
Abonnieren
Posts (Atom)
