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Mittwoch, 19. Februar 2014

Rechnungsablage

Kommen wir mal zu einem meiner "Lieblingsthemen": Papierkram. Im Speziellen zu den Rechnungen. Die würde ich ja am Liebsten gleich vernichten, aber man sollte sie eine Weile aufheben. Als Privatperson sollte man Rechnungen 2 Jahre aufheben (siehe auch § 14b UStG), beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem die Rechnung ausgestellt worden ist. Der Einfachheit halber gehe ich von 3 Jahren aus.

Früher habe ich die Rechnungen alle gesammelt und fein säuberlich abgeheftet. Irgendwann aber waren es so viele, die sich immer höher stapelten, weil ich es zu lästig fand, sie zu lochen, den Ordner aus dem Schrank zu holen, die richtige Stelle zu suchen und das Papier dann abzuheften. Vor allem weil immer dann, wenn man gerade fertig war, wieder neue Rechnungen in der Post lagen. Und über die Zeit sammelten sich nicht nur Rechnungen, sondern auch Versicherungsunterlagen und anderes in den Stapeln. Eine Freude, die durchzugehen...! Und wehe, ich musste etwas suchen!

Dann habe ich über die Lose-Blatt-Ablage gelesen. Und weil der Schreibwarenhändler meines Vertrauens gerade so Ablagefächer (oder Dokumentenablagen) im Angebot hatte, haben wir zugeschlagen. Jedes Fach wurde beschriftet und fortan waren die Stapel in überschaubare Einheiten gegliedert. Leider wuchs das Rechnungsfach alsbald über sich hinaus, und ich musste mir etwas anderes überlegen.

Abheften? Als ich meinen Rechnungsordner aus dem Schrank holte, fand ich 10 Jahre alte Rechnungen darin. Die wurden erst einmal aussortiert und dem Aktenvernichter übergeben. Allerdings hatte ich keine Lust, jede einzelne Rechnung da wieder einzuheften. Und dann fiel mir ein, dass Rechnungen ja nur 3 Jahre aufbewahrt werden müssen. Super!

Also habe ich mir 3 Kartons gesucht, in die etwa DIN A4 Papier reinpasst, und den Stapel nach Jahren sortiert. Letztes Jahr, vorletztes Jahr und "Kurz vorm Wegschmeißen". Das aktuelle Jahr wird weiterhin in dem offenen Ablagefach gesammelt. Die vorigen 3 Jahre sind schön in Kartons wegsortiert.



Und wenn das Jahr um ist, wird einfach der Inhalt vom ältesten Karton entsorgt und der freigewordene Platz mit dem vergangenen Jahr belegt.

Was mir an dieser Art am meisten gefällt ist, dass ich damit auch Kassenbons ablegen kann, ohne dass sie ständig durch die Gegend schwirren. Und natürlich, dass das Lochen und Abheften komplett entfällt. Nur Suchen muss man sie immer noch. Aber das müsste ich auch im Ordner, denn das genaue Datum eines Kaufs weiß ich nur noch in den seltensten Fällen.

Montag, 17. Februar 2014

Stapelweise Papier

Das Wochenende war anstrengend. mir wurde Hilfe beim Abheften meiner (Versicherungs-) Unterlagen angeboten und ich habe sie angenommen. Das Ende vom Lied war dann, dass wir etwa 3 Stunden, so lange die Kleine schlief, in der Küche saßen und Papier sortiert haben. Einen Stapel von etwa dieser Größe:

Waste-paper von http://www.sxc.hu/photo/499987
Und ich fand es zum...

also jetzt nicht falsch verstehen. Es ist ein tolles Gefühl, endlich wieder Ordnung zu schaffen, vor allem, wenn man etwas geschafft hat. Aber die Sache mit dem Papierkram ist nicht so einfach. Vieles nehme ich wieder und wieder in die Hand, weil ich gerade jetzt keinen Ordner oder eine passende Ablage dafür habe.

Ah, aber dann könnte man es doch sicher auch wegwerfen?
Eben nicht! Ein gutes Beispiel ist unser Bauordner. Vom Hausbau. Da sind ein Haufen Pläne und was-weiß-ich drin, so Zeug, was man ja auch nicht einfach wegwerfen kann (oder will). Immerhin könnte es später mal wichtig sein zu wissen, wo welche Leitung läuft.

Nun, in dem besagten Stapel waren haufenweise Pläne und Zeug, das eigentlich auch in den Bauordner gemusst hätte. Da war aber kein Platz mehr. Also kam alles wieder auf einen Stapel (und der Stapel in einen Karton, damit er nicht ständig umfällt). Und dazu kamen dann noch ein paar Gehaltsabrechnungen meines Mannes, die seit dem Umzug auch noch keinen Platz gefunden hatten.

Und das ärgert mich eben am Papierkram. Dass man diese Stapel ständig wieder und wieder anfassen und durchgucken muss. Da sind dann Gebrauchsanleitungen drin. Teilweise mit Rechnung für die Garantie. Oder Kontoauszüge, die irgendwie die "Bank"-Ablage verfehlt haben. Oder Rechnungen von anno dazumal.

Naja, wir haben ja auch was geschafft. Der Versicherungsordner hat sich verdoppelt. Die Lebensversicherungsunterlagen mussten in einen zweiten Ordner auswandern. Der Rest müsste mal ausgemistet werden, aber ich war grad so stolz, dass endlich alles im Ordner war, dass ich mir das nicht auch noch antun wollte.

Die Versicherungen sind jetzt mit Trennblättern getrennt (kurzerhand aus einer Packung nie verbasteltem Fotokarton geschnitten - der ist jetzt auch beseitigt). Die Rechnungen haben alle ein Zuhause gefunden (dazu später mehr). Und, das Offensichtlichste: Der Stapel Papier ist nur noch halb so groß!

Nächste Woche geht es weiter!

Montag, 11. Februar 2013

Speisekammer Update I

Unser Verhau von Speisekammer musste dieses Wochenende dran glauben. Peu à peu haben wir ausgeräumt, sauber gemacht, umgeräumt und wieder eingeräumt. Vor allem aber hat mein Mann noch ein kleines, schmales Regal installiert, so dass wir jetzt gefühlt nochmal doppelt so viel unterbringen können.

Mein wichtigstes Projekt war das Umsortieren der Gläser und Konserven. Und der Nudeln. Die hatte mein Mann "irgendwo weiter unten" halb hinter dem Tiefkühlschrank verstaut, aber da seh ich ja nicht, welche wir alle haben. Also habe ich sie wieder zurückgeräumt, in das Regal, wo sie anfangs standen. Nur eine Etage höher.

Dann haben wir den ganzen Krimskrams rausgeschmissen, der irgendwann mal "schnell, schnell" in der Speisekammer gelandet ist (weil da gerade Platz war) und der jetzt keinen Platz mehr hatte. Teils weggeworfen, teils in den Keller umgezogen. Ich habe es sogar zugelassen, dass mein Mann Zeitschriften weggeworfen hat, ohne dass ich nochmal reingeguckt habe. (Vielleicht sollte ich heute Abend noch mal schnell nachgucken...? ;-) )

Das neue Miniregal ist hauptsächlich für Gewürze, die nicht in unsere Schublade passen. Ich weiß auch nicht, aber sobald man über das Pfeffer-Salz-Paprika-Stadium raus ist, scheinen sich die kleinen Gläser und Tuben rasant und eigenständig zu vermehren. Vor allem zu Weihnachten... Aber dafür nehmen sie auch im Sommer wieder rapide ab.

Desweiteren haben wir endlich die Klemmhakenleiste angeschraubt, so dass Schrubber und Mopp nicht mehr in der Ecke rumstehen müssen. Endlich kein Dreck-Eck mehr! Und wieder Platz für die kleine Leiter. Die soll aber auch noch an die Wand gehängt werden.

Fehlen nur noch ein neuer Besen und Handfeger für die Küche. Die sind nämlich in die Waschküche gewandert, damit ich dort den Trocknerflusen den Garaus machen kann. Und warum ausgerechnet der Besen aus der Küche dafür herhalten musste? Weil er Gummiborsten hat! Die sind leichter von Haaren und Flusen zu befreien als normaler Zimmerbesen. Und weil in der Waschküche mehr Flusen rumsausen als in der Küche, war die Besenfrage ganz schnell geklärt.

Foto zur Speisekammer folgt - wir sind zwar weit gekommen, aber die ganzen Backzutatenreste von Weihnachten sind noch nicht sortiert. Wir brauchen wohl noch ein paar Plastikkörbchen oder so, um den ganzen Kleinkram zu sortieren. Früher hab ich mich immer gefragt, wer sowas braucht, jetzt könnte ich ohne nicht mehr Ordnung halten... :-)

Mittwoch, 7. November 2012

Papierkörbe

"Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb." 
(Kurt Tucholsky)

Und vor allem sollte man ihn benutzen. Bei jedem Umzug habe ich mir gedacht, dass sich unglaubliche Mengen Papier in einem Haushalt ansammeln - und deswegen kämpfe ich tagtäglich gegen jeden noch so kleinen Schnipsel an.

Das Wichtigste ist, die Umschläge zu entfernen. Gerne lässt man ja den Umschlag mit dem Schreiben zusammen liegen - aber der muss gleich sofort weg, falls es nicht einer von den offiziellen gelben ist - aber auf denen ist auch laut und deutlich vermerkt, dass man sie nicht wegwerfen darf. (Ja, ich hatte auch schon die Ehre - dank meiner Versicherung...)

Dann hilft es natürlich auch, einen "Bitte keine Werbung"-Aufkleber am Briefkasten anzubringen - wir haben aber keinen. Also keinen Aufkleber. Mein Mann hat sonst total schlechte Laune, wenn Sonntag früh noch keine Prospekte da sind. Die sollten eigentlich Freitags, spätestens Samstags da sein, aber wir sind ja nicht so anspruchsvoll. Aber wehe, sie sind Sonntag nicht zum Frühstück da! (Da wir keine Zeitungsleser sind, müssen eben die Prospekte herhalten.)
Wenn der Austräger also nicht geschlampt hat, ist das auch gar kein Ding - nach dem Frühstück sind alle durchgeblättert und gleich ins Altpapier aussortiert. Ansonsten liegt so ein lästiger Stapel störend auf dem Esstisch, weil keiner Zeit dafür hat - und wegwerfen ohne reingucken geht ja mal gar nicht.

Kataloge sind auch so eine Quelle von potenziellem Müll. Ich liebe es ja, in den schönen, bunten Katalogen zu blättern - aber manchmal nehmen sie echt überhand. Da kommt der Halbjahres-Katalog, dann ein Saison-Katalog und eine Spezial-Auswahl zu besonderen Anlässen wie Weihnachten. Da hilft nur eins: Abbestellen. Oder eine rigorose Wegwerfpolitik. Diese abgespeckten Sonderkataloge müssen nach dem ersten Durchblättern das Haus wieder verlassen, nur die All-inclusive-Brocken dürfen bleiben und werden halbjährlich ersetzt. Außer der Ikea-Katalog, der darf ein ganzes Jahr bleiben.

Was mir mehr Schwierigkeiten macht, sind die Zeitschriften. Z.B. diese leckeren Rezepte - ganz schwer. Mir hilft da das Etappenwegwerfen. Erst wird die Zeitung gefleddert, und etwas später werden die ausgesuchten Rezepte noch einmal sortiert, bevor sie endgültig in den Rezepte-Sammelordner wandern. Denn auch wenn mir das schönste Foto das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, heißt das nicht, dass ich dieses Rezept jemals kochen werden. Ergo ist es nur Ballast: weg damit!

Und was den restlichen Müll angeht: Jedes Zimmer sollte einen haben. Einen Papierkorb. Am besten mit Tüte. Und gleich drei in der Küche, für die Mülltrennung. Dann noch einen Korb für das Altglas. Einen in der Waschküche - für die Fusseln aus dem Trockner oder gelochte Socken. Einen im Wohnzimmer, für das Eispapier. Und einen im Bad - für alles, was nicht ins Klo gehört. Einer im Schlafzimmer, für die Rotzfahnen, die sich bei einer Erkältung exponentiell vermehren.

Jeder Papierkorb sorgt dafür, dass auch der Müll einen Platz bekommt - und verhindert so, dass er stattdessen da rumliegt, wo wir ihn nicht haben wollen. Jetzt müssten nur noch die Staubmäuse von selbst den Weg hinein finden...


Freitag, 10. September 2010

Projekt: Arbeitsecke (Schlafzimmer)

Wir hatten da so ein Problem-Eck. So ein "ich hab keine Ahnung, wo ich das hinstellen soll, also leg ich's mal da ab"-Eck. Und das befand sich im Schlafzimmer. Das Zimmer ist langgestreckt und schmal unter einer Dachschräge, also ein echter Problemfall, wenn man schon nur einen Kleiderschrank und ein Doppelbett stellen möchte. Da es aber auch über 2 Fenster verfügt (ein Dachfenster und ein normales), steht das Doppelbett ganz an der Wand unterm Dachfenster, was im Sommer für angenehme Kühle sorgt anstatt erstickende Hitze unterm Dach. Der Kleiderschrank nimmt logischerweise die gesamte freie Wand gegenüber der Dachschräge ein. Bleibt also nur das hinterste, dunkle Eck zwischen Bett und Fenster.
Da war einmal ein PC-Arbeitseck (wie man auf der Zeichnung vielleicht erkennen kann), und das wurde nicht mehr genutzt, also konnte man da super alles mögliche ablegen, weil eigentlich keiner ständig da durch musste. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto.

Vor ein paar Tagen kam dann mein Freund auf die Idee, den Schreibtisch an der Wand (beim Fenster) rauszureißen und durch Regale zu ersetzen, damit man dort wieder Ordnung schaffen könnte. Eigentlich regte er sich schrecklich über die Unordnung auf, aber er verkaufte es mir ganz ruhig als Idee. Hey, eine Frau kriegt man am besten mit der Idee "Shoppen? Ikea?" rum!

Wir haben dann den Timer auf 15 Minuten gestellt und die gröbste Unordnung beseitigt, so dass wir auch mal wieder sehen konnten, welche Möbel unter all dem Kram da eigentlich verborgen waren. Wir planten dann (mit Hilfe des neuen Ikea-Katalogs), welche neuen Möbel wir uns vorstellen könnten. Aus dem einen Regal an der Fensterwand wurde dann unser neues Projekt.

Um mehr Platz zu schaffen, haben wir den Schrank hinterm Bett als ersetzbar definiert. Der war zwar toll als Nachttischersatz und improvisiertes Kopfende, aber er hatte nur Schiebetüren, die von der Bettseite aus zugänglich waren, und darin war unsere Bettwäsche untergebracht, was das Bettbeziehen jedes Mal zu einer Turnübung ausarten ließ. Dafür sollen jetzt neue Schubladenschränke da hinkommen.

Die Schreibtischfläsche wird insgesamt verkleinert und für den Kleinkram ein Schubladenschränkchen angeschafft. Ob und welche weiteren Möbel es noch geben wird, ist noch nicht entschieden, da uns das geplante Schränkchen im Ikea dann doch nicht mehr so gut gefallen hatte. Lieber erst einmal alles aufbauen und wieder einrichten, dann sehen wir weiter.

P.S.: Wer Lust auf ein Suchspiel hat, darf versuchen, auf dem Foto mehr als 20 Gegenstände zu identifizieren ;-)